THÉO VAN RYSSELBERGHE (1862-1926) – LAURE FLÉ LISANT
Théo van Rysselberghe
€ 14000 $ 16124 £ 12141 ¥ 2578240 DKK 104609 CHF 12849 NOK 156639 CA$ 22364 HK$ 126312
Sold
Dieses Kunstwerk wurde verkauft und ist nicht mehr verfuegbar.
Eines der wertvollsten Geheimnisse der französischen Metallarbeiter des 18./frühen 19. Jahrhunderts war die Vergoldung von Messing und Bronze, genannt Ormolu. Ormolu (aus dem Französischen: dorure d'or molu: Vergoldung mit Goldpuder) ist eine Technik zur Anwendung von Gold auf einer Bronzegrundlage. In Frankreich wird diese Technik auch als Bronze doré bezeichnet und auf Englisch ist sie auch als feuervergoldete Bronze bekannt.
Feines Goldpuder wurde mit Quecksilber gemischt und dann auf das zu vergoldende Objekt geblasen oder gepinselt. Anschließend wurde das Objekt stark erhitzt. Dadurch verdampfte das Quecksilber und das Gold setzte sich auf der Bronze ab. Diese Technik war sehr gefährlich aufgrund der Quecksilberdämpfe, die freigesetzt wurden. Die Exposition gegenüber diesen Quecksilberdämpfen beeinträchtigte ernsthaft die Gesundheit der Handwerker. Um 1830 wurde diese Technik offiziell verboten, aufgrund der Gefahr für die Gesundheit der Handwerker. Ormolu wurde im 18. und frühen 19. Jahrhundert auf den Bronzemontierungen wichtiger Möbel, Uhren und Leuchter sowie anderen hochwertigen dekorativen Objekten angewendet. Die berühmten Möbelhersteller dieser Zeit nutzten die raffiniertesten Ormolu-Rahmen, die von führenden Bronzegießern und Schnitzern hergestellt wurden, um ihre kostbaren Möbel zu bereichern.
Related content