Diese junge Frau am Malgestell symbolisiert die Begeisterung, die zu dieser Zeit für die Künste entstand, hier besonders für die Malerei.
Im 19. Jahrhundert nahm die Beteiligung von Künstlern, Männern und Frauen, an den Salons zu.
Diese Ausstellungsräume waren dafür bekannt, dass sie viele Besucher anzogen, insbesondere weibliches Publikum, das nach "kostbaren" Gemälden für ihr Salon oder Boudoir suchte.
Die Hähne auf dem Malgestell, die mit ihrem Krähen den Sonnenaufgang ankündigten, können als Symbol für das Erwachen der Kultur, in diesem Fall speziell der Malerei, gesehen werden.
Das Fußbänkchen und der Stuhl mit Säbelfüßen und einer Lehne, verziert mit Quaste - ein Ornament, das auch unterhalb des Zifferblatts vorkommt - sind sehr repräsentativ für den Geschmack jener Zeit.
Reiche Verzierungen mit Quasten und Borten in allen Formen und Größen waren im 19. Jahrhundert ein wesentlicher Bestandteil der Raumausstattung in einem Zuhause.
Alles wurde nach individuellem Geschmack angefertigt.
Es war unerlässlich für die gewünschte Wirkung der Einrichtung.
Zu guter Letzt sind die klassizistische Natur der Nischen zu erwähnen, in denen Vasen stehen.
Literatur:
Pendules du Mobilier National 1800-1870 von Marie-France Dupuy-Baylet, Editions Faton, Dijon, 2006, Seite 71
Frankreich, Empire-Zeit um 1810