Diese Bronzeschlussgewicht wiegt 16 Pfund und wurde im 17. Jahrhundert in Nürnberg, Deutschland hergestellt.
Auf dem Deckel markiert. Komplett.
Diese Gewichte wurden in der Regel zum Wiegen von Gold- und Silbermünzen verwendet. Ein Schlussgewicht ist entworfen für den einfachen Transport von Gewichten und ist unverzichtbar bei Handelstransaktionen.
Die Idee des ineinander verschachtelten Gewichts geht zurück auf die römische Zeit. Jede Schale wiegt genau das doppelte Gewicht der Schale, in die sie passt. Nur die beiden kleinsten Schalen sind gleich schwer. Dadurch wiegt jedes Teil genauso viel wie die Schalen, die es enthält. Das Gewichtssystem war präzise und flexibel.
Im 17. Jahrhundert war Nürnberg eine kaiserliche Freistadt mit einer starken Wirtschaft, unterstützt von einer bedeutenden Mittelschicht. In dieser Mittelschicht blühte das Handwerk auf. Diese Handwerker galten als die besten in Europa. Die Hersteller von Schlussgewichten in Nürnberg hatten damals das Monopol auf die Herstellung dieser Art von Gewichten.
Die Schlussgewichte wurden immer aufwändiger im Stil der deutschen Renaissance mit schönen Ornamenten in Form von Meerjungfrauen, Delfinen, Seepferdchen oder Soldaten verziert. Marken der Hersteller und auch das Eichen durch Eichmeister wurden eingeschlagen.
Die Schlussgewichte aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind oft Meisterwerke des großen Handwerks.