Ein seltener früher französischer Messing-Laternenwecker, Rousseau A Lyon, ca. 1665.
€ 22500 $ 26089 £ 19444 ¥ 4151925 DKK 168145 CHF 20518 NOK 241414 CA$ 36004 HK$ 204446
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Dieses Kunstwerk wurde verkauft und ist nicht mehr verfuegbar.
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Die gravierte und versilberte Zifferblatt mit einem Durchmesser von 8,5 cm hat römische Ziffern und ist signiert mit Nr. 519 ANDr. HOHWÜ AMSTERDAM. Die goldenen Zeiger sind vom Typ 'Schöpfe'. Unter der XII befindet sich die Anzeige der Gangreserve (auf/ab), die anzeigt, wie lange der Chronometer noch mit dem Federhaus laufen kann. Dies war natürlich sehr wichtig, da ein Chronometer nicht stehen bleiben durfte. Über der VI befindet sich der Sekundenzeiger.
Das sehr schön gefertigte Uhrwerk hat gesprenkelte Platinen, die mit schönen geränderten Säulen verbunden sind. Es hat eine Gangreserve von 56 Stunden und wird von einem Federhaus mit Schnecke und Kette angetrieben. Um sicherzustellen, dass das Uhrwerk beim Aufziehen weiterläuft, verfügt es über Harrisons Aufzug. Der Gang wird durch ein frei schwingendes Kompensationspendel in Kombination mit Earnshaws Detent-Chronometerhemmung reguliert.
Das Uhrwerk hat ein separates Messing-Innengehäuse, das mit einem Bajonettverschluss befestigt ist. Dieses Gehäuse befindet sich wiederum in einem Messinggehäuse mit einer verschließbaren Aufzugöffnung. Das Ganze ist kardanisch in einer dreiteiligen Mahagoni-Kiste mit Messingbeschlägen aufgehängt. An der Vorderseite befindet sich eine Plakette mit der Signatur A. HOHWÜ No. 519.
Andreas Hohwü ist zweifellos der beste Chronometermacher, den Holland je gekannt hat. Er wurde 1803 in Gravenstein in Schleswig-Holstein als Sohn von Thomas Hohwü, einem gewöhnlichen Uhrmacher, geboren. Er absolvierte eine Lehre bei seinem Vater und zeigte so viel Talent, dass er 1829 bei dem berühmten Chronometermacher Hendrik Johann Kessels in die Lehre gehen durfte, der damals in Altona (damals unter dänischer Herrschaft) tätig war. Aufgrund seiner großen Fortschritte wurde er 1834 als Lehrling-Chronometermacher im berühmten Haus Bréguet eingestellt, wo er bis 1839 arbeitete. Im Jahr 1840 gründete er sich als unabhängiger Chronometermacher an der Oudeschans in Amsterdam. Neben Chronometern stellte er auch Präzisionsregulatoren her, die hauptsächlich in ausländischen Observatorien zum Einsatz kamen. Er entwarf den Antrieb für die Küstenbeleuchtung und erfand nach langen Studien einen sekundären Ausgleich für Chronometerpendel. Er erhielt viele Auszeichnungen wie den 'Ritter des Eichenkranzes', den 'Ritter des Ordens vom Niederländischen Löwen', den 'Ritterorden von Italien' und das 'Ehrendiplom in Wien'. Er gewann auch viele Preise auf Ausstellungen. Andreas Hohwü starb 1885. Lit; Enrico Morpurgo, Niederländische Uhrmacher seit 1300, S. 59.