Eine kleine österreichische grande sonnerie Reiseuhr, ca. 1850.
€ 4500 $ 5262 £ 3896 ¥ 839250 DKK 33628 CHF 4130 NOK 49108 CA$ 7194 HK$ 41220
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€ 8500 $ 9940 £ 7359 ¥ 1585250 DKK 63520 CHF 7800 NOK 92760 CA$ 13588 HK$ 77860
Diese kleine Uhr kann den Wiener Regulatoren zugeordnet werden. Im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts entstand in Wien und in der österreichisch-ungarischen Monarchie eine Tradition von Wanduhren. Diese zeichnet sich durch schlanke rechteckige Gehäuse mit vielen Glasfenstern in Kombination mit fein gebauten, gut laufenden Uhrwerken aus. Der erste Typ ist die ‘Laterndluhr’, die von der ‘Dachluhr’ abgelöst wird. Da die Uhren in der Regel nicht mit Pendelkompensationen und ähnlichem ausgestattet sind, handelt es sich streng genommen nicht um Regulatoren. Aber die schön und leicht gebauten Uhrwerke laufen aufgrund ihrer hervorragenden Qualität so gut, dass diese Gruppe dennoch als ‘Regulator’ bezeichnet wird. Nach 1840 werden diese Uhren etwas mehr verziert, und bei dieser Uhr ist der Einfluss der Neugotik erkennbar.
Das 8,5 cm durchmessende emaillierte Zifferblatt hat römische Ziffern. Dieses wird von einer kunstvoll gegossenen und ziselierten vergoldeten Bronzelunette mit Blumen umrahmt. Die Zeiger sind aus gebläutem Stahl gefertigt.
Das Uhrwerk hängt an vier Messingbeinen an der Rückwand mittels einer Art Bajonettverschluss. Es hat einen Gewichtsantrieb und eine Laufzeit von einer Woche. Es kann nicht zu stark aufgezogen werden, da das Aufziehen nach einer bestimmten Anzahl von Schlägen blockiert ist. Die Uhr hat eine Ankerhemmung in Kombination mit einem separat aufgehängten Pendel, das eine Metallpendelstange hat, was ein Qualitätsmerkmal ist. Am Pendel befindet sich die einstellbare Feinregulierung.
Das elegante Palisandergehäuse ist mit floralen Gesso-Ornamenten verziert. Das Uhrwerk und das Pendel sind durch die Glasfenster an der Vorder- und Seitenansicht gut sichtbar. Die Unterseite wird durch eine offene Konsole mit dekorativem Knopf schön abgeschlossen.