Auf diesen beiden Paneelen sind anzügliche Witze dargestellt. Der Fischer ist laut dem Reim impotent (seine Angel ist schlaff) und die Frau hinter ihm verspottet ihn deswegen. Die Frau im Inneren verzweifelt an dem Mann, der immer arbeitet. Sie möchte nicht jahrelang warten, bis er endlich ins Bett kommt.
Im 16. und 17. Jahrhundert waren Witze mit sexuellem Bezug weit verbreitet. Dass dies nicht nur dem Volk vorbehalten war, sondern auch bei angesehenen Schriftstellern und Dichtern eine Rolle spielte, zeigt sich daran, dass auch Shakespeare, Bredero und Constantijn Huygens sie in ihren Texten verarbeiteten.
Oft wurden die Darstellungen auf Drucken mit einem Reimgedicht darunter veröffentlicht. Pieter Brueghel der Ältere hat sie im 16. Jahrhundert auch auf kleinen Paneelen gemalt. Pieter Brueghel der Ältere war sehr geschickt darin, sehr originelle Spruchtafeln herzustellen. (Zwölf davon werden im Museum Mayer van den Bergh in Antwerpen aufbewahrt.) Das Rijksmuseum besitzt einen Teller aus ca. 1580, bemalt von einem anonymen Meister, auf dem fast dasselbe Fischerreimgedicht vorkommt. (SK-A-4467).
Der anonym gebliebene Maler dieser beiden äußerst seltenen, lustigen Paneelen, die auch für die Menschen des 17. Jahrhunderts ohne Text wenig Raum für die Vorstellungskraft ließen, hat sich zweifellos auf zwei Drucke aus einer Serie mit zweideutigen Abbildungen gestützt.
Die Beliebtheit dieser Drucke muss im 17. Jahrhundert unübertroffen gewesen sein. Obwohl die beiden genauen Beispiele noch nicht gefunden wurden, sind verschiedene Beispiele für ähnliche Drucke bekannt. Verschiedene Druckgrafiker und Verleger haben diese Drucke gedruckt. Sie wurden nicht nur als nette Wandbilder verwendet, sondern auch als Vorlage für Kunstwerke.
Eine Perlbootsschale mit verschiedenen Beispielen dieser Drucke befindet sich im Rijksmuseum (BK-NM-611)