Eine französische Art Deco-Marmor-Reutter-Patent-Atmos-Uhr aus dem Jahr 1932.
€ 12500 $ 14561 £ 10881 ¥ 2287750 DKK 93394 CHF 11352 NOK 140481 CA$ 19888 HK$ 113830
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€ 8500 $ 9902 £ 7399 ¥ 1555670 DKK 63508 CHF 7720 NOK 95527 CA$ 13524 HK$ 77404
Paul Garnier (1801 – 1853) gilt als der Begründer der französischen Reiseuhrenindustrie. Er erfand ein einfaches und zuverlässiges Hemmungssystem, durch das die relativ preiswerten Uhren genau liefen, auch wenn sie bewegt oder transportiert wurden. Er patentierte dieses Hemmungssystem, das er als ‘echappement à repos’ bezeichnete, am 30. September 1830. In den folgenden Jahrzehnten würde die Produktion von Reiseuhren einen enormen Aufschwung nehmen. In der englischsprachigen Literatur wird die Hemmung immer als ‘chaff-cutter’ bezeichnet. Es handelt sich um eine Variante der Erfindungen von Enderlin und Sully. Direkt auf der Unruhwelle ist eine halbkreisförmige Scheibe mit abgeschrägtem Rand montiert. Zwei Gangräder, die versetzt zueinander montiert sind, werden abwechselnd gestoppt und freigegeben, wobei der abgeschrägte Rand für den Impuls sorgt. Die Hemmung, die sein Markenzeichen wurde, ist bei Kennern und Sammlern nach wie vor beliebt. Nach der ersten Serie von Reiseuhren (Serie 0 und I) brachte Garnier drei verschiedene Gehäusetypen heraus, die parallel produziert wurden (Serie II, III und IV). Dies ist eine luxuriöse Ausführung der Serie IV. Das Gehäuse ist mit wunderschönen Gravuren versehen, auch auf der geschlossenen Rückwand mit Jalousien. Das Uhrwerk verfügt über Sägeglockenschlagwerk mit Stundenschlag, während in dieser Zeit auch Uhren mit Schließscheibe hergestellt wurden.
Das emaillierte Zifferblatt hat römische Zahlen und ist signiert mit Paul Garnier Paris. Unten befindet sich der Zeiger für die Wecker-Einstellung.
Das Uhrwerk wird von zwei Federhäusern angetrieben und hat eine Gangreserve von acht Tagen. Die Uhr verfügt über das berühmte und von Garnier patentierte Chaff-cutter-Echappement in Kombination mit einer glatten Unruh. Es schlägt die ganzen und halben Stunden mit Sägeglockenschlag auf eine Glocke. Durch Drücken des Knopfes oben auf dem Gehäuse wird die zuletzt geschlagene Stunde wiederholt. Die Uhr hat einen Wecker, der auf der Glocke klingelt und von einem kleinen Federhaus angetrieben wird. Die Rückplatine ist auch links oben mit Paul Garnier Paris signiert.
Das vergoldete Messinggehäuse wird von einem geschwungenen Griff gekrönt. Oben befindet sich eine große Glasplatte, durch die das Echappement sehr schön sichtbar ist. Das gesamte Gehäuse ist mit feinen floralen Gravuren von sehr guter Qualität verziert. Die Vorder- und Seitenflächen sind mit Glasplatten versehen. Die Messingrückwand ist nummeriert 5288 und mit schönen Gravuren versehen sowie mit Löchern für die Bedienung mit Jalousien. Das Gehäuse selbst hat abgeschrägte Ecken und einen profilierten flachen Fuß. Derek Roberts bezeichnet in seinem bekannten Buch dieses Uhrentyp als eine der schönsten und elegantesten, die je hergestellt wurden. Lit; Derek Roberts, Carriage and other travelling clocks, 1993. pp.41-68, 86.
Standort Amsterdam
Niederlande